Langfristigen Heilmittelbedarf einordnen
Ziel
Du ordnest ein, was langfristiger Heilmittelbedarf bedeutet. Danach weißt du, wann eine langfristige Heilmittelversorgung grundsätzlich in Betracht kommt.
Voraussetzungen
- Eine ärztliche Heilmittelverordnung liegt vor.
- Die Diagnose oder der ICD-10-Code liegt vor.
- Die medizinische Notwendigkeit wurde ärztlich festgestellt.
Schritt-für-Schritt
- Prüfe, ob eine schwere funktionelle oder strukturelle Schädigung vorliegt.
- Prüfe, ob Heilmittel fortlaufend erforderlich sind.
- Prüfe, ob Heilmittel voraussichtlich über mindestens ein Jahr erforderlich sind.
- Prüfe, ob die Erkrankung in Anlage 2 der Heilmittel-Richtlinie aufgeführt ist.
- Prüfe, ob die Erkrankung in der Liste der besonderen Verordnungsbedarfe aufgeführt ist.
- Prüfe, ob ein Antrag bei der Krankenkasse erforderlich ist.
Häufige Fragen
Was bedeutet langfristiger Heilmittelbedarf?
Langfristiger Heilmittelbedarf bedeutet, dass wegen einer schweren und dauerhaften Schädigung fortlaufend Heilmittel benötigt werden.
Welche Heilmittel können betroffen sein?
Betroffen sein können zum Beispiel Physiotherapie, Sprachtherapie, Ergotherapie oder Ernährungstherapie.
Muss immer ein Antrag gestellt werden?
Nein. Bei bestimmten gelisteten Diagnosen ist kein Antrag erforderlich.
Ist langfristiger Heilmittelbedarf dasselbe wie eine Verordnung außerhalb des Regelfalls?
Nein. Verordnungen außerhalb des Regelfalls gibt es seit dem 1. Januar 2021 nicht mehr.
Entsteht langfristiger Heilmittelbedarf allein durch eine Diagnose?
Nein. Entscheidend ist auch, ob schwere funktionelle oder strukturelle Schädigungen vorliegen und ob Heilmittel fortlaufend erforderlich sind.